Darf's ein Weblog mehr sein?


03.07.2006

Flinke Finger auf der Tastatur

Hat mich nun auch der Bloggerwahn getroffen? Keine Angst, ich berichte hier nicht über seltsame Haustiere und veröffentliche weder Gedichte noch Urlaubsfotos. Mein Webauftritt wird nur endlich durch ein Content Management System unterstützt.

Wer seinen Kunden das einfache Pflegen von Webauftritten mit einem Content Management System anbietet, sollte zumindest den eigenen Webauftritt mit einem solchen betreiben. Bisher war das Problem für mich, die Seiten damit standardkonform und barrierefrei zu halten. Was nützt es, in Schnelligkeit und Schönheit zu sterben, wenn der Quelltext wie Kraut und Rüben aussieht und sich der Nutzer mit Grausen abwendet.

Der Markt der Content Management Systeme ist riesig, egal, ob man für die Lizenz einen Kleinwagen versetzt oder ein System nutzt, was unter einen freien Nutzungslizenz steht. Die große Schwäche der meisten Systeme ist, dass sie den Quelltext oft sinnlos aufblähen und gern mit div-Containern das umsetzen, was bei althergebrachtem Webdesign die verschachtelten Tabellenzellen waren. Und in Sachen Barrierefreiheit sind sowieso Modifikationen und natürlich mitdenkene Redakteure notwendig.

Nun werkelt im Hintergrund das Open-Source-CMS modxcms, ein viel versprechendes System, das sich einfach anpassen und modifizieren lässt. Vor allem gestattet es sauberen und standardkonformen Quelltext. Und die Fangemeinde ist groß, sodass man im Diskussionsforum mit Problemen stets gut aufgehoben ist.

Was das Bloggen angeht,

natürlich vermissen im Augenblick die gestandenen Blogger die üblichen Funktionen wie das Kommentieren und die Vernetzungsmöglichkeiten. Meine Beiträge zu kommentieren wird demnächst eingebaut. Immer ein Schritt nach dem anderen. Wer jetzt schon was dazu sagen möchte, mein Kontaktformular funktioniert auch ganz gut. Was den Rest angeht: wir werden sehen. Manche Weblogs scheinen nur dazu gemacht, dem Betreiber Selbstdarstellung zu sein oder sein Ego zu streicheln. Einige Blogs verbreiten nur das, was schon woanders steht, ohne Eigenes beizusteuern.

Meine persönliche Meinung ist: so sollte Bloggen nicht sein. Normalerweise kopiert niemand ausschließlich die Bücher der anderen, um sie als eigene Werke zu verbreiten. Früher hat auch niemand seine Tagebücher öffentlich vorgelesen oder an den nächsten Bauzaun gepinnt. Aber die Zeiten ändern sich und als geborener Preuße halte ich es mit dem Alten Fritz, der zu einer Anfrage mit religiösem Thema antwortete: … denn hier muss ein jeder nach seiner Fasson selig werden.