Futter für die Ohren

(in: Tipps und Tricks)27.09.2006

Tests mit Screenreadern sind für Webentwickler barrierefreier Auftritte unverzichtbar. Jaws ist ein weit verbreitetes Werkzeug, das man in der Demoversion 40 Minuten lang in vollem Umfang nutzen kann. Nach jedem Neustart hat man weitere 40 Minuten Zeit für Tests.

Die neue Version 7 hat mich sehr erfreut, da nun nicht mehr die gesamten Bildschirmeinstellungen durch die Jaws-Treiber verstellt werden. Musste man bisher nach den Tests in den Anzeigeeigenschaften seines PCs alles zurückstellen, lässt die neue Version Schriftenglättung und Symbole in Ruhe. Lediglich ein Druck auf die Numlock-Taste ist notwendig, um wieder den Zifferenblock der Tastatur nutzen zu können. Das Testen barrierefreier Seiten ist somit einfacher und unbeschwerter geworden. Hilfreich dabei ist, dass die 40 Minuten Laufzeit der Demo auch in Etappen gezählt werden. Beende ich nach 10 Minuten einen Test durch das Beenden von Jaws, kann ich ohne Neustart später fortsetzen und habe noch die verbleibenden 30 Minuten zur Verfügung.

zum Anbieter des Screenreaders Jaws

Nachtrag: was ich vergessen hatte ist die Tatsache, dass man nun auch den Firefox-Browser getrost weiter benutzen kann, wenn man mit Jaws testet. Die beiden arbeiten endlich gut zusammen.

Kontrastprogramm

(in: Tipps und Tricks)07.07.2006

Ein Filmstreifen mit verschiedenen Kontrasten

Für gut zugängliche Seiten sind ausreichende Kontraste für Helligkeit und Farbe zwischen Vorder- und Hintergrund notwendig. Online-Werkzeuge zum Prüfen der Kontrastwerte gibt es genügend, zum Beispiel hier:

Die Firefox-Erweiterung Colour Contrast Analyser kennen sicher viele. Auch wenn deren Entwickler behauptet, dass hover-Werte nicht geprüft werden: es geht doch. Einfach mit der Maus über das zu prüfende Element gehen und bei angezeigtem hover-Effekt mit der rechten Maustaste im Kontextmenü den Colour Contrast Analyser aufrufen. Und siehe da: der hover-Wert ist in der Liste.

Bei Vischeck gibt's außerdem ein Photoshop-Plug-in zum Simulieren von Farbenblindheit, das auch im Adobe Illustrator funktioniert.

Binden oder Trennen?

(in: Tipps und Tricks)27.06.2006

Die Diskussion, ob ein Bindestrich nun (ver-)bindet oder trennt, führt stets zu kontroversen Debatten. Und die Typografen stochern dann noch mit dem Divis und allen n-, m- und sonstwas-dashes dazwischen.

Aber egal ob bei stichpunkt oder im Weblog von Dr. Web, immer ärgern sich Webdesigner, dass der IE „brav“ die langen, mit Bindestrich zusammengesetzten Worte am Zeilenende trennt, während der Firefox und seine Verwandten den BINDEstrich wörtlich nehmen und damit oft jeden Rahmen sprengen. Aber es gibt einen Trick, Firefox das Trennen beizubringen.

Apropos Trennung: Wer erinnert sich noch, dass der Volksaufstand in Ostberlin (17. Juni vor 53 Jahren) bis 1990 als Tag der Deutschen Einheit begangen wurde?

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