Binden oder Trennen?


17.06.2006

Die Diskussion, ob ein Bindestrich nun (ver-)bindet oder trennt, führt stets zu kontroversen Debatten. Und die Typografen stochern dann noch mit dem Divis und allen n-, m- und sonstwas-dashes dazwischen.

Aber egal ob bei stichpunkt oder im Weblog von Dr. Web, immer ärgern sich Webdesigner, dass der IE „brav“ die langen, mit Bindestrich zusammengesetzten Worte am Zeilenende trennt, während der Firefox und seine Verwandten den BINDEstrich wörtlich nehmen und damit oft jeden Rahmen sprengen. Aber es gibt einen Trick, Firefox das Trennen beizubringen.

Apropos Trennung: Wer erinnert sich noch, dass der Volksaufstand in Ostberlin (17. Juni vor 53 Jahren) bis 1990 als Tag der Deutschen Einheit begangen wurde?

Gerade bei Marketingleuten und technikbesessenen Schreibern sind überlange Wortungetüme sehr beliebt. Und ab und zu muss man einfach bindestricheln, sonst wird's doppeldeutig: Ist ein Druckerzeugnis nun ein Druck-Erzeugnis oder ein Drucker-Zeugnis?

Einen Trick für Firefox-Optimierer gibt es, sofern sie mit CSS arbeiten. Dazu den Bindestrich, der trennen soll, mit einem <span-tag> mit der Klasse fftrenner umschließen. Die Klasse sieht dann so aus:

.fftrenner:after { content:"\200B"; }

Das Pseudoelement :after versteht der IE (bisher) nicht. Er trennt aber sowieso. Firefox fügt nun hinter dem Bindestrich ein so genanntes zero width space ein (Unicode-Zeichen U+200B), ein Leerzeichen, das keine sichtbare Breite einnimmt, aber für den Umbruch am Zeilenende sorgt.

Nachtrag: Der Safari-Browser kommt auch damit nicht klar und verweigert die Trennung. Dann eben nicht …