Damit ich Dich erkenne


21.10.2006

Nein hier geht's nicht um das zweite Buch Mose aus der Bibel, sondern um die Pflicht ein Impressum im Webauftritt anzubieten. Bereits am 20. Juli hat der Bundesgerichtshof dazu ein abschließendes Urteil gesprochen. Abmahnwütige Anwälte haben es in Zukunft schwerer, damit leichtes Geld zu verdienen.

Die Pflicht bleibt selbstverständlich bestehen, es muss aber nicht mehr ein direkter Link zum Impressum vorhanden sein. Nach Meinung der Richter versteht der durchschnittliche Nutzer im Internet Links wie Kontakt oder Impressum als Weg zur Anbieterkennung. Ein zweistufiger Weg über Kontakt und einen zweiten Link namens Impressum oder Anbieterkennzeichnung wäre demnach ebenfalls zulässig. Offensichtlich hat sich auch in der Welt der Juristerei herumgesprochen, dass es gewisse Gewohnheiten im Umgang mit dem Internet gibt.

Der gesunde Menschenverstand allein genügt, dass ich unter Kontakt solche Daten erwarten würde, wenn sie sonst nicht gesondert angeboten werden. Vorausgesetzt, ich finde sie dort auch wirklich. Aber auch Moses Weg beim Auszug aus Ägypten war bekanntlich steinig und beschwerlich. Aber wer etwas auf gute Benutzbarkeit hält, wird mir den Weg zu den gewünschten Informationen ohnehin leicht machen, sei es durch eine Suchfunktion oder ein Inhaltsverzeichnis. Das wäre dann schon mal ein Schritt auf dem Weg zu weniger Barrieren im Web.

Notwendiger Hinweis an Abmahnwütige: Das ist keine Rechtsberatung, sondern nur ein Kommentar des Urteils aus meiner Sicht.